Berichte Klassenfahrten

Klassenfahrt der 10d trotz(t) Corona



Viele Schüler haben sich sicher in der letzten Zeit gefragt, wann sie endlich mal wieder mit ihrer Klasse wegfahren dürfen. Zwar waren Klassenfahrten bisher nicht grundsätzlich verboten, jedoch gaben die Umstände der letzten zwei Jahre kaum Möglichkeiten her, um etwas in großen Gruppen zu unternehmen. Als einer der ersten Klassen wurde uns die Möglichkeit geboten, wieder ein bisschen Normalität zurückzuerhalten; natürlich den Hygieneumständen entsprechend.

Für uns ging es gleich in der ersten vollen Schulwoche im September für fünf Tage nach St. Pauli in Hamburg, wo eine 3-G-Regelung vorgegeben war. Ein kleiner Teil der Klasse war schon geimpft, ein großer musste jeden Morgen zu einem Testzentrum laufen, was sich jedoch als halb so schlimm entpuppte. Natürlich durfte auch die Mund-Nasen-Maske nie fehlen!

Los ging es am Montag mit dem Einchecken in der Jugendherberge, angereist sind wir zuvor mit dem Zug. Nach dem Abladen des Gepäcks und dem Erkunden des Zimmers begannen wir die Reise mit einer Kiez-Tour, bei der wir einige interessante Dinge über St. Pauli lernten. Wir wurden dabei über den ganzen Kiez geführt und kamen auch an der bekannten Herbertstr. vorbei, die wir aber natürlich nicht betreten durften. Am zweiten Tag erwarteten uns dann eine Hafenrundfahrt und ein Besuch im Miniatur-Wunderland, welches uns eine detailreiche und sehr schön gebaute Miniaturwelt zeigte, die so groß ist, dass sie sich über mehrere Etagen erstreckt. Nach Interesse konnte man am Dienstag auch im Gewürzmuseum nach Mitbringseln stöbern. Mittwoch haben wir dann einen geschichtlichen Exkurs in das KZ Neuengamme gewagt; auch davor durfte selbstverständlich der Schnelltest nicht fehlen! Natürlich ist so ein Besuch nicht „schön“, aber spannend war es allemal – vor allem, wenn man sich für die Geschichte interessiert.

Nun waren wir auch schon am vorletzten Tag der Klassenfahrt angelangt: Vor uns lag ein Besuch im Schokoladenmuseum und ein anschließender Aufenthalt im Jumphouse, bei dem man die dazugewonnenen Kalorien wieder loswerden konnte ;-) Nach Belieben konnte man jedoch auch den lokalen Zoo mit dazugehörigem Aquarium besuchen.

Abends saßen wir dann wie schon am zweiten Abend immer noch bei schönstem Sommerwetter auf der Terrasse der Jugendherberge mit weitem Blick über die Elbe; zu einer Klassenfahrt gehören eben auch die schönen Gesprächsabende, bei denen man seine Klassenkameraden besser kennengelernt hat, als man zuvor dachte. Am letzten Tag in Hamburg lag nur noch eine abschließende einstündige Speicherstadtführung vor uns, die ohne gießenden Regen bestimmt noch besser gewesen wäre. Dem Wetter ist eben egal, ob man auf einer Klassenfahrt ist oder nicht…

Am Ende der Klassenfahrt waren wir alle sehr erschöpft und freuten uns darauf, gesund wieder zu Hause zu sein und erzählen zu können, was wir alles erlebt haben. Wie man sieht, war es trotz der Beschränkungen möglich, ein bisschen der Normalität zu entfliehen, auch in einer etwas größeren Gruppe.

Nachträgliche Anmerkung: Die Inzidenz in Hamburg lag zu der Zeit bei 87.
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