29.05.2022 | Der Vorverkauf beginnt: Ab sofort sind Karten für das letzte Stück der Musical AG zu erwerben Autor: Hr. Marnowsky

Zum Abschied erhalten alle ehemaligen Teilnehmer der Musical AG freien
Eintritt- einfach Namen nennen und ein Stück, in dem ihr mitgewirkt habt.


Nach 25 Jahren geht die Musical AG, geleitet von Jens Marnowsky und Meic Stephan, in den Ruhestand. Zum Abschluss soll es noch einmal eine große Show mit viel Musik und Tanz geben.
Gut dreißig Mitwirkende werden in die 1920er Jahre eintauchen und dieser legendären Zeit szenisch und musikalisch huldigen.
Inès, eine verträumte, junge Frau, die gerne schreibt, verbringt mit ihrem eher kommerziell orientierten Freund Maurice und ihren zukünftigen Schwiegereltern, Industrielle aus Düsseldorf, ein paar Tage in Berlin. Als Inès und Maurice alte Studienfreunde, Paul und Carol treffen, wird deutlich, wie bröckelig die Paarbeziehungen sind, denn Carol und Maurice beginnen sofort zu flirten. Paul
bemerkt das gar nicht, Inès ist verstimmt.
Als sie allein mit der U-Bahn zurück ins Hotel fährt, während die anderen feiern gehen, trifft sie plötzlich auf ihre Idole aus den 1920er Jahren, Brecht und sein Umfeld. Sie wird mitgenommen in das legendäre Nachtleben der damaligen Zeit, begreift aber erst nach und nach, dass sie in einen Zeittunnel geraten ist.
Alle Versuche, ihre Erlebnisse ihrem Freund mitzuteilen, scheitern; und während Maurice immer unverblümter mit Carol anbändelt, wiederholt Inès ihre Reisen in die Vergangenheit.
Brecht ist hoch verschuldet in die Fänge von Geldeintreibern geraten, die überdies als verrückte Künstler – allen Sinn verweigernde Dadaisten- in die Produktion der gerade entstehenden Dreigroschenoper eingreifen und dabei sowohl die Geliebte ihres Bosses als Darstellerin einschleusen als auch zunehmend an der Gestaltung des Stückes in ihrem Sinne Einfluss nehmen.
Die Tänzerin Anita Berber überredet Inès, mit ihr zusammen eine weitere Station in die Vergangenheit zu reisen, die Belle Époque in Paris.
Dort begreift Inès ein allgemeines und auch ihr eigenes Problem: Die Sehnsucht nach der jeweiligen vermeintlich besseren Vergangenheit ist nur eine Flucht vor der Herausforderung, in der eigenen Gegenwart das Schöne zu suchen und das Richtige zu tun.
Neben dem Trubel der Zeitreise bleibt aber auch Platz für Poesie, große Gefühle und eine neue Liebe, die damit beginnt, dass man gemeinsam gerne im Regen spazieren geht. Wie die Geschichte ausgeht, kann das Publikum ab dem 22. Juni im Theater am Dannhalm in Jever erleben.

Weitere Vorstellungen: 24,25, 27. Und 28. Juni.