23.02.2020 | Der Klima-und Nachhaltigkeits-Tag am Mariengymnasium Autor: Partsch

Was bedeutet „nachhaltige Entwicklung“? Hat meine Lebensweise etwas mit dem Klimawandel zu tun?


Diese Fragen standen im Mittelpunkt des Klima-und Nachhaltigkeits-Tages, an dem alle 8. Klassen des Mariengymnasiums Jever teilgenommen haben. Initiiert wurde das Projekt von der Umwelt-AG des Mariengymnasiums unter der Leitung von Sylvia Partsch.


Spätestens seit der Fridays-for-Future-Bewegung weiß man, dass das Thema Klimawandel die Schüler*innen bewegt. Dass Autos einen Einfluss auf die Menge des Ausstoßes von Treibhausgasen haben und es ökologisch besser ist, das Fahrrad oder den öffentlichen Nahverkehr zu benutzen, ist den meisten bewusst. Aber welche Verhaltensweise trägt zudem zur Erderwärmung bei? Welchen Einfluss hat mein Verhalten außerdem, z.B. auf die Ökosysteme oder das Leben anderer Menschen jetzt und in Zukunft? Diese Fragen beschäftigen die Schüler*innen und sind nicht immer einfach zu beantworten. Die Zusammenhänge sind komplex. Daher schlugen die Schüler*innen der Umwelt-AG des Mariengymnasiums der Schulleitung vor, einen Projekttag zu diesen Themen durchzuführen, um zu informieren und ausführlicher darüber zu sprechen.


Von der Idee bis zur Durchführung waren nur ein paar Wochen Zeit. Relativ schnell stand fest, dass man Schwerpunkte setzen musste. Die Schüler*innen entschieden sich für die Themen „Kleidung“, „erneuerbare Energien“ und „Nahrung“. Dann wurde recherchiert, diskutiert, Arbeitsblätter und Material erstellt. Die Inhalte wurden so gewählt, dass das Projekt fächerverbindend angelegt ist. Außerdem wurde darauf geachtet, dass neben dem Erwerb von Fachwissen auch die Anbahnung von Gestaltungskompetenz im Sinne der Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) gefördert wird. Dies ist in den Kerncurricula vieler Fächer enthalten.


Zusätzlich wurde beim regionalen Umweltzentrum Schortens (RUZ) um Unterstützung gebeten. Das RUZ ist ein vom Land Niedersachsen anerkannter außerschulischer Lernstandort Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und wurde von der deutschen UNESCO-Kommission als Lernort für Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Susanne Balduff (Ernährungsberaterin und Mitarbeiterin des RUZ) sagte zu, die Konzeption und Durchführung des Themas „Nahrung“ zu übernehmen. Ebenfalls wurde vom RUZ Hilfe bei der Durchführung der anderen beiden Themen an den Projekttagen durch Kolleg*innen, FÖJ-lerinnen und Praktikantinnen angeboten.


In der letzten Januarwoche war es dann soweit. Das Projekt fand statt. Von Schüler*innen für Schüler*innen.


Die Schüler*innen haben u.a. verschiedene Formen der erneuerbaren Energien kennengelernt und miteinander verglichen. Sie haben die Speicherung von Energie und Umwandlung am Beispiel von Wasserstoff und der Brennstoffzelle ausprobiert. Sie haben die Produktionsprozesse bei der Herstellung einer Jeans nachverfolgt und in dem Zusammenhang etwas über die Arbeitsverhältnisse, Transportwege und Umweltverschmutzung beim Färben und Baumwollanbau gelernt. Sie haben herausgefunden, warum und in welchem Ausmaß unsere Lebensmittel, speziell der hohe Fleischkonsum, Einfluss auf die Umwelt, den Klimawandel und die Menschen haben. Sie haben überlegt, was jede/r Einzelne tun kann, damit die negativen Auswirkungen seines/ihres Verhaltens auf die Ökosysteme der Erde und auf andere Menschen, heute und in Zukunft, gemindert werden können. Alternative Verhaltensweisen und Möglichkeiten wurden intensiv diskutiert.


Kleidung


kleidung


kleidung


Erneuerbare Energien


energie


Nahrung


nahrung


Und zum Abschluss: Kahoot


kahoot


Die Umwelt-AG und ihre Leiterin sind sehr zufrieden mit dem Verlauf des Projektes. Besonders begeistert sind sie von dem Engagement und der Wissbegierde der 8. Klassen.
Bedanken möchten sie sich bei den Schüler*innen des 8.Jahrgangs für die tolle Beteiligung und Mitarbeit, bei den Koordinator*innen für die organisatorische Unterstützung, bei Herrn Ploeger-Lobeck für das entgegengebrachte Vertrauen und nicht zuletzt beim Team des regionalen Umweltzentrums Schortens für die Hilfe bei der Durchführung.
Die Ergebnisse des Projekttages sind in der Pausenhalle des MG ausgestellt und können dort angeschaut werden.