05.05.2019 | Austausch nach Grandpré Autor: Anna-Lena von Somnitz

Am Sonntag, den 31. März 2019, ging es um 8 Uhr für uns 19 Schüler, Frau Loa und Frau Fecht auf nach Frankreich. Ziel war die kleine Stadt Granpré in der sich unsere Partnerschule befindet. Noch im Halbschlaf haben alle ihre Eltern verabschiedet, ihre Sachen in den Bus gebracht und sich einen Platz gesucht. Alle freuten sich schon ihre Austauschpartner endlich zu treffen. Ein paar Bedenken, ob es mit der Sprache denn so klappt und ob wir gut aufgenommen werden, waren zwar noch da, verflogen aber durch viel Musik und gute Laune. Nach etwa 10 Stunden Busfahrt inklusive stundenlangem Grölkonzert der hinteren Reihen kamen wir dann am Collège de l`Argonne an. Die meisten unserer Austauschschüler standen bereits samt ihrer Familien auf dem Schulhof, um uns zu begrüßen. Zu Anfang war es noch etwas verhalten, doch nachdem wir spontan als Begrüßung "Je ne parle pas francais " von Namika gesungen haben, war die Stimmung schon deutlich entspannter. Nach und nach gingen wir mit unseren Familien mit in unser Zuhause für die kommende Woche. Nachdem ich meinen Koffer in mein Zimmer gebracht hatte zeigte meine Austauschpartnerin mir noch ein wenig die "Stadt" oder besser gesagt das Dorf. Sich auf Französisch zu unterhalten war natürlich erstmal ein wenig kompliziert, aber trotzdem haben wir uns direkt super miteinander verstanden. Mit einem leckeren Abendessen endete ein erster anstrengender Tag mit einer Menge neuen Eindrücke. Am nächsten Morgen nach dem Frühstück liefen wir zur Schule. Als die anderen mit den Schulbussen ankamen, tat es gut vom ersten Eindruck auf Deutsch zu erzählen. Nachdem wir von der Schulleiterin begrüßt wurden, zeigten unsere Austauschpartner uns die kleine Schule. Anschließend ging es für uns in Kleingruppen in den Unterricht. Nach dem Mittagessen in der Kantine der Schule ging es für uns und alle Schüler der Schule auf eine Schatzsuche.


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Am Dienstag fuhren wir zum Schloss von Sedan und bekamen eine Führung des Französischen Geschichtslehrers. Anschließend ging es weiter zu einem Sportzentrum in Bazeilles, in dem wir verschiedene Sportarten in Gruppen ausprobiert haben. Dabei waren unter anderem Schießen, Boxen und Rollstuhlruckby.


Am Mittwochmorgen ging es für uns wieder in die Schule. Dort haben wir am Unterricht teilgenommen und unsere Projekte zum Thema Recycling und Energiegewinnung vorbereitet. Nach der Schule haben die Austauschschüler mit uns eine „Crepe Party“ gemacht, wir haben Spiele gespielt, gegessen und viel Spaß zusammen gehabt, trotz Sprachbarriere. Donnerstag hatten wir von 8-16:45 Uhr Unterricht. Es war sehr interessant zu sehen, wie der Schulalltag dort aussieht und man konnte doch ein paar Unterschiede erkennen.


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Am Freitag dann das Highlight für Alle: der Ausflug nach Paris. Um 6 Uhr morgens ging es los und nach etwa 4 Stunden kamen wir in Paris an einem Museum an. In diesem Museum haben wir einen Vortrag über chemische Reaktionen gehört und anschließend haben wir in einem kleinen Park gepicknickt. Dann ging es weiter zur Champs-Elysée zum Shoppen. Vom Triumphbogen aus liefen wir natürlich endlich zum Eiffelturm. Jeder hat mit jedem, kreuz und quer Bilder gemacht und keiner konnte wirklich glauben, dass wir endlich dort waren, nach monatelangem warten. Kurz darauf ging es auch schon wieder zurück nach Grandpré. Trotz des anstrengenden Tages war natürlich keiner zu müde, um lautstark im Bus zu singen und sich zu unterhalten.


Am letzten Tag war Familien-Tag. Einige waren shoppen, andere haben Reims besichtigt und alle haben versucht den letzten Tag so gut es ging zu genießen. Bei der Abfahrt am Sonntag waren wieder alle noch im Halbschlaf. Während wir noch auf die letzten Nachzügler warteten, sangen und tanzten wir ein letztes mal zu all den Liedern die uns die Woche über begleitet hatten. Dann hieß es: Abschiednehmen. Es flossen einige Tränen, aber viele von uns freuten sich auch schon auf ihr eigenes Zimmer Zuhause. Die 10 Stunden Rückfahrt vergingen durch Musik und Spiele etwas schneller als gedacht.

Zuhause angekommen war es dann doch erst komisch ohne die anderen; denn aus uns war eine tolle Truppe geworden und Jugendliche, die sich vielleicht nur vom sehen kannten, sind zu Freunden geworden.

Im Großen und Ganzem war es eine sehr schöne Woche mit vielen neuen Erfahrungen. Die meisten von uns wurden sehr gut aufgenommen. Trotzdem darf man natürlich nicht vergessen, dass es ein anderes Land ist, in dem es vielleicht auch andere Sitten gibt und dass es sich schon ein wenig von unserer Heimat unterscheidet.


Nach dieser Woche voll Spaß konnten wir das Wiedersehen nach den Ferien kaum erwarten. Wir waren alle sehr gespannt, was wir alles so erleben werden, wenn die Franzosen zu uns kommen.


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