16.08.2017 | Landessieg beim Geschichtswettbewerb des Bundespräsidenten für Hanna-Maria Paul Autor: Admin

Die Abiturientin des Mariengymnasiums untersuchte die Mennonitengemeinde in Neustadtgödens

Davon, dass man aus der Geschichte lernen kann, ist die neunzehnjährige Abiturientin Hanna-Maria Paul überzeugt. Zu dem Thema des Geschichtswettbewerbs 2016/17 des Bundespräsidenten, „Gott und die Welt – Religion macht Geschichte“ verfasste sie eine Arbeit zu der Mennonitengemeinde in Neustadtgödens.
Hierfür transkribierte und übersetzte sie niederländische Briefe aus dem 18. und 19. Jahr-hundert aus der Gemeinde an die Täufergemeinde in Amsterdam.

Sie erarbeitete, dass Neustadtgödens als ein besonderer Ort der Toleranz gelten kann. Als Ortschaft mit fünf verschiedenen Konfessionen könne hier erstmals von so etwas wie einem toleranten Miteinander gesprochen werden. Die Besitzer der Herrlichkeit Gödens akzeptierten den Zuzug anderer religiöser Überzeugungen und integrierten die neuen MitbürgerInnen in die Vorhaben der Herrlichkeit, weshalb den Mennoniten, die den Deichbau vorantrieben, die Neugründung Neustadtgödens bei der Neuerschließung ländlichen Gebietes gewährt wurde. Gegenseitige Akzeptanz bedingte somit das Profitieren voneinander.

Die mit einem Abiturschnitt von 1,1, für die Studienstiftung des Deutschen Volkes vorgeschlagene Abiturientin regt an: „Bis heute sollten solche positiven Beispiele unserer Gesellschaft zur Orientierung dienen, damit auch in der heutigen Zeit Toleranz gegenüber jeder friedlichen Art von Glauben gefördert wird und Hass und Gewalt entgegen gewirkt werden kann.“ Der Preis des Landessieges ist mit 250€ dotiert. Im September fällt die Entscheidung, ob die herausragende Arbeit auch auf Bundesebene ausgezeichnet wird. Die Arbeit wurde von der Geschichtslehrerin Frau Dr. Anja Belemann-Smit betreut.